Organisierte Unverantwortlichkeit? Vortrag der Veranstaltungsreihe „globale Landwirtschaft“

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Montag, 7. Juni – 19 Uhr – FH Bingen – Raum 5-101

Jörg Bergstedt von der Projektwerkstatt Saasen ist ein profunder Kenner des bundesdeutschen Gentechnik-Netzwerks und ein humorvoller Referent, der zahlreiche Anekdoten zum Besten geben kann. So wird auch eine vermeintlich trockene Materie mit Leben erfüllt. Sein Vortrag beruht auf intensiven Recherchen und vermittelt minutiös die Seilschaften zwischen Behörden, staatlicher und privater Forschung, Konzernen und Lobbyorganisationen

Kennen Sie Filme oder Bücher über Monsanto? Immer wieder wird einen intensiver Filz zwischen Konzern und Aufsichtsbehörden aufgedeckt. Doch St. Louis, der Firmensitz des Round-up- und Agent-Orange-Herstellers, ist weit weg. Warum werden hier Jahr für Jahr immer neue Felder angelegt, obwohl 80 Prozent der Menschen keine Gentechnik im Essen wollen? Warum fließen Steuergelder auch dieser 80 Prozent fast nur noch in die Gentechnik, wenn es um landwirtschaftliche Forschung geht? Der Blick hinter die Kulissen der Gentechnik mit ihren mafiösen Strukturen und skandalösen Zuständen bei Genehmigungen und Geldvergabe bietet eine erschütternde Erklärung, warum die überwältigende Ablehnung und der gesetzlich eigentlich vorhandene Schutz gentechnikfreier Landwirtschaft (einschließlich Imkerei) gegenüber der grünen Gentechnik so wenig Wirkung hat. Denn: In den vergangenen Jahrzehnten sind alle relevanten Posten in Genehmigungsbehörden, Bundesfachanstalten und geldvergebenden Ministerien mit GentechnikbefürworterInnen besetzt worden. Die meisten von ihnen sind direkt in die Gentechnikkonzerne eingebunden. So zum Beispiel beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit und deren Beratungsstellen. Genauere Einblicke lohnen!

Veranstalter: Arbeitskreis freieBildung, mit freundlicher Unterstützung des AStA Bingen
Veranstaltungsort: Fachhochschule Bingen, Berlinstraße 109, 55411 Bingen

Trotz alledem! II – Ausstellung im HDJ Mainz

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trotz alledemPortrait des Widerstandes im Rhein-Main-Gebiet
Ausstellung im Haus der Jugend vom 6. Mai bis 12. Juni 2010

Ausgestellt werden Portäts und Biografien von Menschen, die dem faschistischem Regime Widerstand geleistet haben.

Den Flyer zur Austellung findet mensch auf http://www.widerstand-portrait.de/assets/trotz-alledem-II.pdf . Die Homepage der Ausstellung ist http://www.widerstand-portrait.de/ .

Soziale Revolte in Griechenland

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Hier der Versuch einer Zusammenfassung der Ereignisse am 5.Mai 2010 in Griechenland.

Einen Tag nach dem 1.Mai verkündet die griechische Regierung mit dem Druck des IWF und der europäischen Union im Nacken (Zuchtmeister Deutschland”/Jungle World) ihre Sparpläne:

Massive Sparmaßnahmen im öffentlichen Dienst, bei den Renten, eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um 4%, Verlängerung der Lebensarbeitszeit, 10% mehr Steuern auf Benzin, Tabak und Alkohol, usw. (ausführlicher auf tagesschau.de)

Die Reaktion in Griechenland war abzusehen, für den 5.Mai wurde der Generalstreik ausgerufen.

Der Flug-, Fähr- und Nahverkehr lag still, die Schulen blieben geschlossen, in den Krankenhäusern gab es nur noch Notversorgung, im Fernsehen liefen nur alte Filme aus den 60ern, die öffentliche Verwaltung und die Radiosender wurden bestreikt… (Generalstreik: Griechenland steht still/Focus)

200 000 Griechen folgten dem Aufruf auf die Straße, davon 120 000 in Athen. Schnell entbrannten Straßenschlachten mit der Polizei, es wurde unter anderem versucht das Parlamentsgebäude zu stürmen.

Am Rande einer Großdemo kam es zu einem tragischen Zwischenfall, in einer Bank die mit Mollies angegriffen wurde starben 3 Menschen, darunter eine  schwangere Frau.

Daraufhin wurde der Generalstreik ausgesetzt. Die griechische Gewerkschaft der Bankbeschäftigten (OTOE) rief danach für den folgenden Tag zum Streik auf und warf auch dem Management und der Polizei vor für den Tod der Bankangestellten verantwortlich zu sein. Die Begründung hierfür findet sich in ihrem Aufruf, und dem Statement eines Angestellten der Bank, das auf Indymedia Athen gepostet wurde.

Außerdem veröffentlichten die Besetzter der Sqats Skaramanga und Patision ein Statement zu den Ereignissen am 5.Mai.

In einem Kommentar auf libcom.org beschreibt jemand der während des Generalstreiks auf der Straße war, noch am selben Abend, wie er die Ereignisse am 5.Mai erlebt hat und seine Einschätzungen wie es nun weitergehen wird. Ein wie ich finde aufschlussreicher Text, leider auf englisch. “About the strike an the march”

Auf Occupied London.org erschien am 7.Mai eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem Tod der drei Menschen aus Sicht der momentanen griechischen Aufstandsbewegung. “What we honestly have to say about Wednesday`s events?”

Zum Schluss noch zwei etwas längere Hintergrundartikel, die die Ereignisse in Griechenland im europäischen bzw. weltweiten Kontext analysieren.

Der erste stammt aus dem Kosmoprolet, Mai 2010: Griechische Krankheit, deutsche Misere

Der zweite stammt von Wolf Wetzel: Hellas Wahnsinn

Von den momentanen Entwicklungen in Griechenland könnte zumindest für Europa eine Menge abhängen. Und wenn es nur die Erkenntnis der Herrschenden ist, dass es eine Schmerzgrenze gibt, die Sie nicht ohne weiteres überschreiten können, und bei den täglich Ausgebeuteten, das es Möglichkeiten gibt ihr scheinbar unabänderliches Schicksal im fortschreitenden Kapitalismus des 21.Jahrhunderts, doch in Frage zu stellen.  Deshalb

Solidarität mit den Aufständischen in Griechenland!

Soli-Konzert für den Aufbau eines selbstverwalteten Jugend- & Kulturzentrums in Kassel

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Infos zum Zentrum: http://karoshi-kassel.de/

Bildungsstreikdemo & Nachttanzdemo in Hessen

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In Hessen wird es diesen Mai noch zwei weitere Demos geben, also ist Arschhochkriegen angesagt, die beiden Aufrufe findet ihr weiter unten.

See you on the streets!

Bildungsstreikflyer Hessen Mai 2010

Hier der Aufruf zur Bildungsstreikdemo:

“79 Millionen Euro Kürzungen für Schulen und Hochschulen – Großdemo am 11.Mai in Wiesbaden

Die Landesregierung hält an ihren Sparmaßnahmen weiterhin fest. 79 Millionen Euro sollen in dem nächsten Jahr an Schulen und Hochschulen in Hessen eingespart werden.

Du denkst es geht dich nichts an, dich geht es aber was an, DENN: Die Einsparungen sind drastisch, die Größenordnung der Einsparungen sind ein mittelgroßes Institut deiner Hochschule, an den Schulen dürften die Auswirkungen noch drastischer Aussehen. Kurz: es wird gespart wo es nur geht und dass bedeutet die Qualität der Lehre und des Unterricht wird zwangsläufig schlechter, größere Klassen, überfüllte Hörsäle. Schlechte Betreuung, höherer Stress für Lehrer_innen und Dozent_innen.

Nun droht unsere Ministerin Kühne-Hörmann, dass dort wo protestiert wird, die meisten Gelder als Strafe gestrichen werden.

Damit lässt sie uns keine Wahl, rauf auf die Straße, die Gangart verschärfen und der Politik keine Wahl lassen!!!!… weiterlesen

mehr zu den Kürzungen:

hessen.uebergebuehr

Massenflyer30MioEntwurfMR_geändert-5

Und hier der Aufruf zur Nachttanzdemo:

“Die Ausrichtung aller Lebensbereiche auf ihre marktwirtschaftliche Verwertbarkeit verschärft sich. Flankiert wird diese Entwicklung durch autoritäre Maßnahmen und die Kriminalisierung sozialer Widerstände. Stechuhren, Hartz IV, Ausbildungsplatzmangel, Exzellenzinitiativen, Selektion an Schulen und Hochschulen, Abschiebungen und „blue cards“ nur für „hochqualifizierte“ Migrant_innen, all das sind nur einige Kennzeichen einer ausgrenzenden Gesellschaft. Einer Gesellschaft, in der nicht die Menschen und ihre Bedürfnisse, sondern ihre Verwertbarkeit im Mittelpunkt steht.

Die Bildungsproteste im vergangenen Jahr haben vielfältige Probleme im Bildungssystem zur Diskussion gestellt,. Sie haben einen sozialen Konflikt erkennen lassen. Oder : Und einen sozialen Konflikt klar erkennbar gemacht.

Auch in vielen anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens kommt es immer öfter zu sozialen Konflikten. Arbeiter_innen, Azubis, Schüler_innen, Studierende, von Abschiebung Bedrohte, Erwerbslose und andere gehen auf die Straße. Dabei verweisen all diese Proteste auf die Möglichkeit einer gemeinsamen Forderung:…weiterlesen

2. Capuma Festival 14.& 15.08.10 (Keine Wut mehr?)

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capuma festival 10 flyer

Nachttanzdemo Mainz 29.5.

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Die Anzahl alternativer Wohn- und Freiräume ist in Mainz seit langem eher bescheiden, das Haus Mainusch und der dazugehörige Wagenplatz, der sich mittlerweile verdoppelt hat, das wars dann auch. Das ein oder andere besetzte Haus und/oder alternative Wohnprojekt würde sich hier sicherlich noch gut machen. Ein erster Schritt hierzu ist möglcherweise die Nachttanzdemo am 29.05., ob mensch in Mainz genausoviel Motivation an den Tag legt wie in Oldenburg? Mal sehn…

Nachttanzdemo Mainz Mai 2010

Aufruf

“Wir rufen Euch dazu auf das Recht auf Stadt zu ergreifen
und sie nach Euren Bedürfnissen zu gestalten!

Einstmals alternative und bunte Wohnviertel sollen durch die derzeit moderne und funktionalisierte Stadtpolitik „verschönert“ werden. Kulturzentren und Ateliers fallen dieser auf Kommerzialisierung ausgerichteten Stadtplanung zum Opfer, bezahlbarer Wohnraum wird seltener. So werden – auch hier in Mainz – Menschen, die nicht zu den Wohlbegüterten zählen, an den Rand der Stadt gedrängt. Diese Prozesse verringern aber noch weit reichender die allgemeine Lebensqualität in Städten: Denn auch für Kulturzentren, Sportvereine oder kleinere Cafés bedeuten die hohen Mietpreise, dass sie keine freien oder günstigen Angebote mehr machen können. weiterlesen

weitere Infos

Stadt gehört allen- Oldenburg