“Hey Baby” ist ein (online/offline) Egoshooter, welcher sich, wie so oft in diesem Genre, in erster Linie an männliches Publikum richtet…Man(n) spielt (was dann doch eher die Ausnahme ist) aus der Sicht einer Frau, die Spielfigur läuft durch eine Stadt und wird mit Anmachen von Männern konfrontiert: “I like your bounce baby”…”Excuse me, do you have a boyfriend?” die Spielfigur hat die Möglichkeit die “Verehrer” entweder über den Haufen zu schießen oder mit pinken Herzen zu überschütten, ansonsten kommen sie ständig wieder an … Seth Schiesel von der New York Times hat das Spiel ausprobiert, sein Fazit nach einigen Stunden Anmachen: “Well what am I supposed to do? Which is, of course, what countless women think every day.”…”I doubt any non-interactive art form could have given me as visceral an appreciation for what many women go through as part of their day-to-day lives. I have never accosted a strange woman on the street. After playing Hey Baby, I’m certainly not about to start.”
“Hey Baby”
Juli 27th, 2010 Posted in Allgemein
Jul, 27 2010

“welcher sich, wie so oft in diesem Genre, in erster Linie an männliches Publikum richtet…”
–> Wer sagt das eigentlich? Die Homepage behauptet andres. Hier klingt es, als ginge es drum “Männern” sensibilität zu lehren. Was die Producer schreiben klingt eher so, als sollten “angemachte” sich den Frust von der Seele ballern können. Wenns nach längerem Spielen genügend Hinweise gibt, dass Männer angesprochen werden sollen, lass ich mich gern berichtigen. Vielleicht fehlt im zitierten Satz auch einfach ein “nicht”?
Annalist dazu: “Seth Schiesel, einer der Spiele-Reviewer der New York Times, hat es ausprobiert (http://www.nytimes.com/2010/06/08/arts/television/08baby.html) und ist zu interessanten Ergebnissen gekommen. Auch sein erster Eindruck war: das wurde zum Ausleben von Rachegefühlen entwickelt, die nach ständiger Anmache auf der Straße bei Frauen entstehen. Nach ein paar Stunden (!) hatte er seine Meinung geändert und glaubt inzwischen, dass das Spiel eigentlich für Männer gemacht wurde. Die nämlich in der Regel die Erfahrung von Frauen auf der Straße schlecht nachempfinden können.”(http://annalist.noblogs.org/post/2010/07/25/hey-baby-ego-shooter-der-anderen-art)
Naja, wenn es mehrere Stunden dauert, bis Mann herausfindet für wen so ein Spiel eigentlich gemacht ist, lasse ich die Eigentlichkeit am besten bei Seite. Könnte ja sein dass das Spiel beides ermöglicht: Rache&Sensibilisierung. Schöne Kombo
Artikel in Jungle & auf dem Mädchenblog:
http://jungle-world.com/artikel/2010/31/41465.html
http://maedchenblog.blogsport.de/2010/08/09/girls-with-guns-anitsexistischer-ego-shooter/